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Kodokan Kata Kurs 2010 - Die Zusammenfassung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, 03. August 2010 um 18:38

Nach sieben interessanten und anstrengenden Tagen ist der Kodokan Kata Kurs 2010 am Montag (26. Juli 2010) mit den Demonstrationen der Teilnehmer zu Ende gegangen. Doch beginnen wir von Anfang an...

Der Kodokan Kata Kurs bieten jedes Jahr im Sommer die Möglichkeit die 7 Judokatas von der Quelle des Judos und somit aus erster Hand zu studieren und üben. Dieses Jahr waren rund 300 Teilnehmer aus vielen Ländern dieser Welt dabei. Auch fünf Österreicher machten sich auf den Weg um sich fortzubilden. Die teilnehmenden Österreicher waren neben dem judokata.eu Team (Alex Dick, Veronika Jakl & Martin Grafl, alle drei WAT Stadlau) Markus Gärtner und Hannes Ferstl (beide AJC Thermenregion).

Der 7 Katas wurden in sechs Tagen von den Trainern des Kodokans den Teilnehmern näher gebracht. Dadurch hatten die Teilnehmer die Möglichkeit sich mit der Nage-no-kata, der Katame-no-kata, der Goshin-justu, der Kime-no-kata und der Koshiki-no-kata je einen ganzen Tag zu beschäftigen. Nur die Ju-no-kata und die Itsutsu-no-kata wurden am ersten Tag gemeinsam unterrichtet und waren dadurch leider etwas oberflächlich erläutert. 

In den nächsten Tagen wurden dann die 5 noch ausstehenden Katas erläutert. Dabei ist vor Allem die unglaubliche Genauigkeit in der Technikausführung und in den Erklärungen der japanischen Trainern aufgefallen. Es ist sehr interessant zu sehen, auf welche Kleinigkeiten es bei der richtigen Technikausführung ankommt, um eine Technik realistisch und schön zu präsentieren. Nach den Präsentationen der einzelnen Techniken hatten die Teilnehmer dann die Möglichkeit, das Gesehene gleich in die Praxis umzusetzen. Bei Fragen standen die Trainer gerne Rede und Antwort. Auch der Austausch mit den anderen Teilnehmern war eine interessante Erfahrung, da die gesamte Kataelite, angefangen vom EJU-Katajudge bis zu den Platzierten der letzten Weltmeisterschaften vor Ort waren. Neben den anstrengenden Training, wurde vom Kodokan auch eine Party organisiert, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, sich auch abseits der Matte näher kennen zu lernen. 

Nach den 6 Tagen Katakurs war der Montag (26.08.2010) dann für die Teilnehmerdemonstrationen reserviert. Hier hatten die Teilnehmer die Möglichkeit ihre Katas zu präsentieren und von den Kodokantrainern eine Bewertung zu bekommen. Die Bewertungen wurden in drei Level geteilt, wobei denn höchsten Level nur 3 Sportler aus dem Mutterland des Judos bekommen hatten und auch der mittlere Level nur für sehr wenige Sportler vergeben wurde. Aus Europa bekamen diesen Level überhaupt nur Platzierte der letzten WM. 

Alles in allen waren neben den vielen interessanten Präsentationen und ausgezeichneten Trainern vor allem die theoretischen Hintergründe und Geschichten der Vortragenden die Reise wert. Ein kleiner Wermutstropfen waren die englischen Übersetzungen der japanischen Vorträge, da diese sehr auf das wesentliche reduziert waren, welche die geschichtlichen Erläuterungen teilweise etwas unverständlich machten. Nichts desto trotz waren diese Erklärungen eine interessante Ergänzung zu den einzelnen Techniken. Besonderes Highlight war die am 6 Tag von Daigo-Sensei (10. DAN) gehaltene Lehreinheit über die Koshiki-no-kata, der den Teilnehmern des Kurses neben einen Einblick in die Entstehung der Kata, auch sehr genau erklären konnte warum welche Technik so ausgeführt werden soll, wie sie erklärt wurde und den Teilnehmer dadurch diese sehr interessante und schwierige Kata etwas näher bringen konnte. 

Bilder der Reise findet ihr bald in unseren Galeriebereich.